Spürnasen Masterclass: Fährte oder Stöbern? Die richtige Suche für jeden Hund
Fährten & Stöbersuchen – verstehen, aufbauen, vermittelnFortbildung für Hundetrainer*innen und interessierte Hundhalter:innen | 15. September – 15. Dezember 2027
Ein Hund, der eine Fährte liest, ist komplett in seiner Welt versunken. Er folgt Informationen, die wir nicht mal ansatzweise wahrnehmen können — Geruchspartikel, Zeitverläufe, Richtungswechsel, die er Schritt für Schritt entschlüsselt. Das ist Fährtenarbeit. Stöbersuchen funktionieren völlig anders: Hier gibt es keine Spur, der der Hund folgt — hier erkundet er einen Raum oder ein Gelände selbstständig, sucht eigeninitiativ und bringt dabei ganz andere Qualitäten mit. Beide Suchformen sind so viel mehr als ein nettes Freizeitangebot — und zu oft fehlt der saubere Aufbau, oder die falsche Suchform wird gewählt. Dieser Kurs geht genau da rein: Was passiert eigentlich auf einer Fährte? Was braucht ein Hund, um wirklich gut zu stöbern? Und wie vermittelst du das so, dass es bei deinen Kund*innen ankommt?
Für wen?
Für Kolleginnen, die Nasenarbeit professionell im Alltagstraining, im Verhaltenstraining oder im Freizeitbereich einsetzen und gewaltfrei über positive Verstärkung arbeiten — und für engagierte Hundehalterinnen, die tiefer in die Nasenarbeit einsteigen wollen und bereit sind, ernsthaft zu üben und zu reflektieren. Im Mittelpunkt steht das Wohlbefinden des Hundes. Dieser Kurs ist keine Ausbildung für Dienst- oder Spürhundetrainer*innen und bereitet nicht auf Prüfungen oder Einsätze vor.Er passt auch dann, wenn du bereits mit Fährten oder Stöbersuchen arbeitest und feststeckst: Die Suche läuft nicht sauber, ein Hund steigt aus, oder du weißt nicht, welche Suchform gerade wirklich passt.
Wohlbefinden braucht sauberes Suchen
Studien zeigen, dass Hunde, die regelmäßig Nasenarbeit machen, eine optimistischere Grundstimmung entwickeln können. Doch das gilt nur, wenn die Suche sauber aufgebaut ist. Falsche Belastung, unpassende Suchformen oder Erregung, die nicht reguliert wird, erzeugen Stress statt Freude. Deshalb gehören Wohlbefinden und sauberes Suchen in diesem Kurs untrennbar zusammen.Strafe in der Nasenarbeit: Ein Leinenruck, wenn der Hund die Fährte verlässt, ein scharfes „Nein", genervtes Abbrechen. Das alles erzeugt Unsicherheit, Meideverhalten und zerstört genau das, was Fährten- und Stöbersuchen so wertvoll machen: die Freude am selbstständigen Erkunden und Lösen.
Einstiegs-Livewebinar: "Nase am Boden, Nase im Wind: Fährte und Stöbern verstehen" 15.09.2027 18.00 Uhr
Zu Kursbeginn gibt es ein Livewebinar mit den Grundlagen zu Fährten und Stöbersuchen: Was passiert geruchlich auf einer Fährte, was unterscheidet Stöbersuche von anderen Suchformen, und welche Rolle spielen Erregung und Hundetyp bei der Wahl der Suchform? Das Webinar wird aufgezeichnet. Auch die Live-Zoom-Meetings werden aufgezeichnet.Inhaltliche Schwerpunkte
- Schleppfährten aufbauen und sicher vermitteln
- Fährten mit Gegenständen und Verweisen
- Stöbersuchen: Erkundungsverhalten mit klarem Rahmen — besonders für jagdlich motivierte Hunde
- Wann ist eine Suche eine Belohnung — und wann nicht?
- Welche Suchform passt wann? Erregungslage, Hundetyp und Trainingsziel als Entscheidungsgrundlage
- Nasenarbeit verständlich an Kund*innen vermitteln und an unterschiedliche Hundetypen anpassen
Aufbau
| Baustein | Umfang |
|---|---|
Livewebinar "
|
15.09.2027 um 18.00 Uhr Kursbeginn: Grundlagen zu Fährten & Stöbersuchen, mit Aufzeichnung |
| Wochenaufgaben | 3 pro Monat |
| Feedbackvideos | 2 pro Woche: je Video max 4 Minuten, eigenes Training und Kund*innen-Coaching |
| Live-Zoom-Meetings | alle zwei Wochen |
| Dauer | 3 Monate, Zugriff 6 Monate nach Kursbeginn |
Zu jedem eingestellten Video — ob eigenes Training oder Coaching mit Kund*innen — gibt es gezieltes Feedback. Für die Videofeedbacks und den gegenseitigen Austausch steht eine Telegramgruppe zur Verfügung. Feedback gibt es nur für Videos, die dort eingestellt werden. Du hast weitere 3 Monate Zugriff auf die Inhalte des Kurses, also bis 15.03.2028
Der Kurs lebt vom Mitmachen
Du stellst regelmäßig eigene Trainingsvideos ein und Videos aus deinem Coaching mit Kund*innen — ausdrücklich auch aus Fällen, in denen du nicht weiterkommst. Für die Videofeedbacks und den gegenseitigen Austausch steht eine Telegramgruppe zur Verfügung. Feedback gibt es nur für Videos, die dort eingestellt werden. Die Inhalte werden laufend an die Bedürfnisse der Gruppe angepasst. Je mehr du einbringst, desto mehr nimmst du mit.Voraussetzungen
- Hundetrainer*in oder fortgeschritten in der Ausbildung
- Solide Kenntnisse in Lerntheorie (klassische und operante Konditionierung, Markertraining)
- Ein eigener Hund oder ein Trainingshund, mit dem du regelmäßig üben kannst
- Die Bereitschaft, dich beim Training zu filmen und deine Videos einzustellen
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Widerruf:
Da für diese Leistung ein fester Termin bzw. Zeitraum vorgesehen ist, besteht kein Widerrufsrecht, soweit die gesetzliche Ausnahme für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen greift.
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